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Kleine Kuriositäten am Rande

Heute soll es mal nicht um ein bestimmtes Thema gehen, sondern eher um Kleinigkeiten, die auf den ersten Blick befremdlich oder skurril erscheinen. Nichts davon ist böse gemeint, sondern soll viel mehr die kleinen Alltagshürden und potentiellen Missverständnisse darstellen.

Blinker:

Die Blinker werden in Argentinien nicht nur dafür genutzt, anzuzeigen, dass man abbiegen oder die Spur wechseln will. Blinken kann auch bedeuten, dass der Hinterherfahrende überholen soll. Oder auch, dass der Fahrer des blinkenden Wagens vergessen hat, den Blinker auszustellen. Das kommt allerdings sehr, sehr häufig vor.

Supermarktkassen:

In Deutschland ist man es gewohnt, dass es an Supermarktkassen relativ zügig zugeht (wenn man mal von kleingeldsuchenden Rentnern, zu-Ende-gehenden Kassenrollen und nicht abgewogenem Gemüse absieht). Die argentinischen Kassiererinnen versuchen jedoch, in Mittäterschaft des jeweils aktuellen Kunden, die in der Schlange anstehende Kundschaft möglichst lange in einem Warte-Status zu halten. So hilft die Kassiererin dem Kunden beim Einpacken (maximal drei Gegenstände pro Plastiktüte!), ruft noch mal die Marktleitung, weil die Süßkartoffeln falsch ausgezeichnet sind und letztlich wird dann nicht bar bezahlt, sondern mit seltsamen Coupons mit einem Nennwert von maximal 20 Pesos, die einzeln eingescannt werden (was nie beim ersten Mal funktioniert). Vergangenen Woche hat vor mir eine Ehepaar mit diesen Coupons zwei Klimaanlagen bezahlt, die zusammen 1800 Pesos gekostet haben. Der gesamte Bezahlvorgang hat mal eben 14 Minuten gedauert – und das an der Expresskasse für Einkäufe mit weniger als 15 Einkaufseinheiten (da macht sich die Geduldschule während des Zivildienstes im Altenheim bezahlt).

Pimp my Ride:

Argentinische Autofahrer, insbesondere argentinische Trucker, neigen dazu, im Stile der MTV-Sendung "Pimp my Ride" kleine und/oder größere Umbauten an ihren Autos vorzunehmen. Vor allem Lichteffekte sind unheimlich gefragt. Es sieht tatsächlich sehr interessant aus, wenn der Unterboden eines Autos von blauen Leuchtstoffröhren illuminiert wird oder die Frontscheinwerfer ausschließlich Schwarzlicht bestückt sind. Pragmatischer, vor allem des Nachts, wären normale Scheinwerfer. Falls man also auf der Strasse vor oder hinter sich ein diffuses blaues Leuchten erblickt, ist das keine optische Fehlfunktion, sondern ein risikofreudiger Verkehrsteilnehmer.

Standlicht:

Warum auch immer, mindestens zweidrittel der colectivos, der öffentlichen Busse, fährt nachts mit Standlicht. Andere Autofahrer schließen sich diesem Trend gerne an, sind damit aber immer noch besser ausgeleuchtet als die meisten Motorradfahrer – die fahren traditionell ganz ohne Licht.

Die Begrüßung:

...ist nicht dann beendet, wenn man jemanden morgens gegrüßt hat. Jedes Mal, wenn man die gleicht Person auf dem Flur wiedertrifft, wird sich neu begrüßt. Das ist für einen klassisch verbalökonomischen Westfalen zunächst gewohnheitsbedürftig. Was ich keinesfalls in Deutschland weiterführen darf, ist das komplette Ignorieren einer Antwort auf die Frage „Wie geht’s?" Hier fragt man zwar dauernd nach dem Befinden, aber die Antwort wird gar nicht erst abgewartet.

Autobahnmaut:

..ist zunächst nichts besonderes. Was allerdings bemerkenswert ist, dass die argentinische Geduld vollständig an den Supermarktkassen aufgebraucht wird. Sobald mehr als drei Autos in der Schlange stehen, wird auf Teufel komm raus gehupt. Wenn irgendwann genügend Autos hupen, werden die Schranken geöffnet und man kann, ohne zu bezahlen, durchfahren. Akustische Okonomie – ob sich das irgendwann neben Keynesianismus und Neoliberalismus im Felderer/Homburg wiederfindet?

Die Sonne:

...steht tagsüber im Norden. Vollkommen Banane. Eine seriöse Sonne gehört in den Süden!

Da ich am vergangenen Samstag zum Grillen eingeladen war, konnte ich beim Steakpoll ordentlich aufholen:

Steak-Poll: 27

17.10.06 15:07
 


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